hermann czech sagt sinngemäss, ein entwurf ist eine abfolge von entscheidungen. dabei ist es nicht wesentlich, ob einzelne entscheidungen von uns architekten oder von anderen (oder von aussen) kommen!
beim vorliegenden haus soratroi sind viele dieser entscheidungen bereits im vorfeld gefallen (abbruch des bestehenden, streit mit den nachbarn um die gemeinsame grenze, vorgaben der wildbach- und lawinenverbauung, die nahe strasse, kostendruck, eigenleistung, ect.).
es galt daher einen entwurf zu realisieren, der elastisch auf all diese anforderungen reagiert, die entstandene lücke oder wunde schliesst, der jungen familie eine finanzierbare „behausung“ schafft und auf die umgebende bebauung und die dörfliche struktur eingeht.
entstanden ist ein nicht-referenzielles haus, mit vielen ungewöhnlichen details und materialanwendungen, sehr frei „geworden“ im dialog mit den bauherren und ihren vorstellungen bzw. ihrem handwerklichen geschick.
wir wollten ganz bewusst keine cleane (hochglanz-)architektur, sondern eine jederzeit weiterbaubare, transformierbare, innen- und aussenräumlich spannende, offen gehaltene aber robuste struktur, die (hoffentlich sehr lange) dem leben dient!